Unsere Tipps für gesunde Milchzähne von Anfang an

Stillen - das Beste für Ihr Kind

Die Muttermilch enthält alles, was Ihr Kind braucht: z.B. wichtige Nährstoffe für gesundes Wachsen und Antikörper zum Schutz gegen Infektionen. Zusätzlich beruhigt der enge Kontakt das Baby, stärkt das Saugen, seine Kiefer-, Lippen- und Halsmuskulatur sowie die Zunge.

Kommt das Stillen - aus welchem Grund auch immer - nicht in Frage, ist es besonders wichtig, bei der Flaschennahrung von Anfang an auf einen kiefergerechten Sauger zu achten und in keinem Fall das Loch im Flaschensauger zu erweitern. 

Stillen ist „Essen“ fürs Baby. Sind schon Zähne da, müssen sie einmal am Tag gereinigt werden, denn Muttermilch enthält Laktose, also Milchzucker, der Karies verursachen kann. 

 

Zucker und Kariesbakterien

Bestimmte Bakterien im Zahnbelag ernähren sich von Zucker: nicht nur Haushaltszucker (Rohrzucker), sondern auch von Fruchtzucker (Fruktose), Traubenzucker (Glukose), Milchzucker (Laktose) oder Malzzucker (Maltose). Die Bakterien wandeln den Zucker sofort in Säuren um, vor allem in Milchsäuren. Diese Säuren verursachen poröse (durchlässige) Stellen im Zahnschmelz, in die wiederum die Plaque-Bakterien einwandern und den Zahn von innen heraus zerstören können. 

Zahnpflege von Anfang an

Vorbereitung auf die „richtige“ Zahnpflege: sehr vorsichtige Massage des noch zahnlosen Ober- und Unterkiefers - am besten mit der Fingerkuppe. So gewöhnt sich Ihr Kind an die „Manipulation“ im Mundraum. Schon sichtbare Zahnspitzen nach dem Trinken mit angefeuchtetem Wattestäbchen rundherum säubern. 

 

Ab Durchbruch des ersten Milchzahns: einmal täglich Zahnpflege:

  • mit einer sehr weichen, angefeuchteten Babyzahnbürste und
  • einem Hauch fluoridierter Kinderzahncreme

Wichtig für die Kinderzahncreme:

  • Fluoridgehalt 500 ppm
  • Vermeiden Sie farbige, süße Zahncremes - sie führen nur zum Runterschlucken. 

 

Wichtig für die Zahnbürste:

  • Kleiner, dem Kindermund angepasster Bürstenkopf 
  • weiche abgerundete Borsten, die das empfindliche Zahnfleisch nicht verletzen 
  • Zahnbürstenwechsel alle 2 - 3 Monate

Vorbild: Kinder ahmen ihre Eltern nach - auch beim Zähneputzen!

 

Die ersten Milchzähne

Bei der Geburt Ihres Kindes sind schon alle 20 Milchzähne unter dem Zahnfleisch angelegt und selbst die bleibenden Zähne sind bereits als kleine Kalkpunkte vorhanden. 

Zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat ist das erste Milchzähnchen im Unterkiefer zu sehen. Die anderen folgen in einer ganz bestimmten Reihenfolge. Bis alle 20 Milchzähne da sind (je zehn im Ober- und Unterkiefer), dauert es rund zwei Jahre. 

Zahnen tut manchmal weh! Ein gekühlter Beißring oder ein zahnfreundliches Zahngel kann die Beschwerden lindern. 

Denken Sie nie, dass es sich nicht lohnt, die Milchzähne zu pflegen, weil sie sowieso alle ausfallen! Jeder Milchzahn ist wichtig. Nicht nur als Platzhalter für die bleibenden Zähne, sondern auch für die Sprachentwicklung und Mimik, zum Abbeißen und Kauen. 

 

Schnuller oder Daumen?

Da ein Säugling bereits ab der 6. bis 12. Lebenswoche die Arme selbstständig und gezielt bewegen kann, finden Däumchen und Finger sehr schnell ihren Weg in den Mund. Daran sollten Sie Ihr Baby auch nicht hindern. Besser ist aber ein kiefer- und altersgerechter Beruhigungssauger. Den werfen Sie später einmal weg - der Daumen bleibt immer „zur Hand“ - auch wenn etwa mit einem Jahr der natürliche Lutsch- und Saugtrieb allmählich nachlässt. 

 

Achten Sie beim Kauf eines Beruhigungssaugers auf das Zahnmännchen. Es zeichnet besonders zahn- und kieferfreundliche Schnuller aus. Sie helfen, Fehlentwicklungen an Zähnen und Kiefer zu vermeiden. Spätestens mit 3 Jahren sollte das Lutschen abgewöhnt werden. 

 

Flouridprophylaxe

Fluorid ist ein lebenswichtiges Spurenelement wie Eisen und Jod. Es sorgt für die normale Entwicklung der Knochen und ist ein natürlicher Bestandteil des Körpers, des Speichels und der Nahrung. Fluorid ist notwendig für die Mineralisation der Zähne und des Zahnschmelzes. Eine individuell von Ihrem Zahnarzt festgelegte Fluoridzufuhr kann das Kariesrisiko Ihres Kindes etwa um die Hälfte reduzieren. Das ist wissenschaftlich belegt - und auch, dass Fluorid von außen an den Zahn herangetragen besser wirkt als Tabletten. 

  • Nutzen Sie fluoridiertes Speisesalz - es ist der einfachste und preiswerteste Kariesschutz.
  • Hat der Kinderarzt Ihrem Kind bereits Fluoridtabletten verschrieben, informieren Sie bitte Ihren Zahnarzt.